6月28日
MCP-Examen 70-673 Software Asset Management
Seit einiger Zeit hat das MCP-Examen 70-673 zum Thema Software Asset Management (SAM) das bisherige Examen 70-123 abgelöst. Die meisten wollen nur wissen: Ist es schwieriger geworden? Naja, sagen wir so: Hat der Kandidat das Examen erfolgreich bestanden, darf er sich neuerdings "Microsoft Certified Technology Specialist (TS)" nennen. Und ein Spezialist sollte man auch sein, denn dieses Examen ist durchaus anspruchsvoll.
Was ist neu? Worauf muss sich der Kandidat einstellen, wenn er seine Zertifizierung erneuern möchte oder muss? Meine wichtigsten Beobachtungen:
- Microsoft-Tools. Auch im alten Examen gab es einige Fragen zu Tools, die recht allgemein gehalten waren. Neu in 70-673 ist, dass konkret nach bestimmten Microsoft-Tools gefragt wird. Der Kandidat muss sich mit den System Center-Produkten und ihren Funktionalitäten auskennen und die SAM-relevanten Komponenten des MDOP (Microsoft Desktop Optimization Pack) kennen. Diese Fragen sind sicher technischer, als es ein reiner SAM-Consultant erwarten würde!
- SAM-Tools. Gefordert ist auch ein guter Überblick über SAM-Tools im allgemeinen. In einem Microsoft-Examen werden natürlich keine Dritthersteller-Namen genannt oder gefragt, aber man sollte wissen, was die marktüblichen Tools so bieten. Die Examensfragen gehen in die Richtung, für jedes Szenario das richtige Tools einzusetzen. Wann ist ein Scan-Tool ausreichend, wozu sollte das Tool auch eine Komponente zur Inventarisierung aufweisen, in welchem Szenario ist ein Metering-Tool angebracht?
- SAM Optimization Model (SOM). Gar nicht so wenige Fragen beziehen sich auf das SAM Optimization Model (SOM). Da SOM ein recht umfangreiches Thema ist und die Fragen durchaus ins Detail gehen, braucht man schon sehr gute Kenntnisse, um die Fragen richtig beantworten zu können. Auf gut Glück würde ich das nicht versuchen...
- Produktlizenzierung. Ebenfalls gar nicht so wenige Fragen beziehen sich auf die Lizenzbestimmungen und die Unterschiede zwischen verschiedenen Lizenzformen und Vertriebskanälen. Zwischendurch dachte ich kurz, man hätte irrtümlich die Fragen des License Delivery-Examen 70-671 oder 70-672 eingespielt. Es reicht also nicht, die SAM-Prozesse und Tools gut zu kennen, auch die Produktlizenzierung sollte man recht gut beherrschen!
Im Vergleich zum Examen 70-123 unverändert geblieben:
- Kurze Fragen. Anders als bei den Licensing Delivery-Examen 70-671 und 70-672 werden keine langen Kundenszenarien geschildert, an die sich mehrere Fragen anschließen. Im SAM-Examen 70-123 ist jede Frage in sich geschlossen; nach wenigen Sätzen kommt gleich die Frage, die sich nur auf diesen Sachverhalt bezieht. Neue Frage, neues Glück!
- 75 Fragen. Die Anzahl der Fragen ist mit 75 Fragen ungefähr gleich geblieben, die in 3 Stunden beantwortet werden müssen. Vor den eigentlichen Examensfragen kommt noch eine Umfrage zu Vorwissen und Erfahrung des Kandidaten mit 12 Fragen, die für das Bestehen des Examens nicht gezählt werden. Das hat zumindest mich am Anfang verwirrt, denn voller Adrenalin und Tatendrang will ich lieber gleich loslegen als preiszugeben, wie lange ich mich schon mit SAM beschäftige...
- Vorgegebene Antworten (Multiple Choice). Bei allen Fragen sind die Antworten vorgegeben, so dass der Kandidat nur die richtige Antwort anklicken muss. Es sind in der Regel 4 vorgegebene Antworten, von denen meist nur 1 richtig ist - bei mehreren richtigen Antworten erfolgt ein Hinweis.
- 70%. 1000 Punkte sind das Maximum, und mit 700 Punkten hat der Kandidat bestanden.
Bis zum nächsten Mal - nach dem Motto "Mit allen Wassern gewaschen und in allen Licensing Examen geprüft"!
Irene aka Lizenzi
